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Ein "atomarer" Daytrip: Hamburg-Brüssel-Hamburg

Auch wenn mein letzter Daytrip nach Helsinki erst eine Woche her war, so war doch die Reiselust ungebrochen und die Zeit da.
Dies führte dazu, dass ich mich am Vormittag des 11. April erneut morgens, diesmal gegen halb 10, im Terminal 1 des Hamburger Flughafens einfand.
Es war mal wieder die Check-In-Reihe 6, von der ich nach einigem Suchen letzte Woche ja wusste, dass sie sich neben den Sicherheitskontrollen befindet. Diesmal aber war es nicht der Finnair-Schalter, sondern derjenige von SN Brussels Airlines, an den es mich zog. Dort fand ich eine freundliche Check-In Agentin vor, die meinem Wunsch nach einem Fensterplatz gerne entsprach.
Ich hatte noch etwas Zeit, die sich bei genauem Hinsehen jedoch verkuerzte: Gate A40. Das ist, aus Sicht des Terminal 1 gesehen, fast wie zu Fuss nach Brüssel. Naja, nicht dumm gucken, frühes losgehen war angesagt.

Ich fand mich also, nach erfolgter Sicherheitskontrolle, am Gate ein und bald gesellte sich vor den Fenstern eines recht leeren Gates auch, nach einigen Avro RJ85 Fluegen, meine erste Bae 146-200 zu uns.



Flug: SN2624
Reg.: OO-MJE
Sitz: 8F
Load: knapp 20%

Ich stellte zuerst fest, dass anders als der 3-2 bestuhlte KF (Blue1) Avro letzte Woche diese 146 eine 2-3 Sitzanordnung hat. Nachdem sich die 16 Passagiere auf den 84 Sitzen in dunkelblauem Leder verteilt hatten, ging es auch überpuenktlich um 10:35 (geplant 10:40) weg von unserem Gate und auf Platz 3 in die Warteschlange. Dann gab es noch schnell die Sicherheitseinweisung (inklusive Schwimmwesten!) und die Info, dass die Flugzeit mit 53 Minuten berechnet sei und schon ging es ab in den bewölkten Hamburger Himmel.
Auch der Service startete zügig, es gab eine Box mit Wasser und einem wirklich ordentlichen gedeckten Apfelkuchen sowie kalte und warme Getränke.

Auch die Wolkendecke riss zwischendurch auf, das Wetter unter uns wurde deutlich besser und Orte und Felder waren zu sehen. Leider wusste man nicht, welche dies waren, denn die Ansage aus dem Cockpit war auch in englisch akustisch nicht verständlich.
Vor der Landung gab es noch Schokolade, von jeder der beiden freundlichen Flugbegleiterinnen eine. Als sie dies merkten und drüber sprachen, sagte die Gestik zusätzlich zum Lachen nur: Für die wenigen Leute reichts auch für 2 Runden.
Und dann, ja dann waren wir auch schon in Brüssel.

Dort ging das Gelaufe wieder los, denn von den A-Gates bis zum Terminalhauptgebäude ist trotz Laufbändern ein Fussweg von gut 10 Minuten.

Nach dem Check-In für meinen Rückflug ging ich zum Flughafenbahnhof und kaufte mir eine Hin- und Rückfahrkarte nach Brüssel (EUR 5.60) und fuhr mit der Bahn zum Gare du Nord / Noordstation.
Dazu ist anzumerken, dass alle Schilder und Durchsagen in Brüssel zweisprachig (flämisch und französisch) sind. Dort entlockte ich einem Automaten eine Tageskarte fuer den ÖPNV (EUR 4,-) und stieg in die Tram der Linie 81 nach Heysel, da ich zum Atominum wollte, welches seit Januar 2006 wieder geöffnet ist.
Leider endete diese Linie aus irgendwelchen Gründen unterwegs (obwohl es dran stand), so dass ich in die Metro umsteigen musste um dann doch anzukommen.

Das Atominum ist schon extrem schick.



Drinnen hieß es Schlangestehen für eine Eintrittskarte und dann einen Rundgang durch die unteren Kugeln mit teilweise genialer Deko.

Aufgang: