1. Auswahlrunde (die ersten werden nach Hause geschickt).
Anschließend Gruppendiskussion (je nach Teilnehmerzahl unterschiedlich viele Gruppen).
2. Auswahlrunde
Englischtest (Er hat es in sich. Kein Kinderspiel). Der Test besteht aus Verständnisfragen zu einem Text, Grammatikteil und das Schreiben eines Kurzessays (ca. 1,5 Seiten) zu einem der vorgegebenen Themen (3 zur Auswahl).
3. Auswahlrunde (bei meinem AC sind damals sehr viele bei diesem Test durchgefallen)
Wieder eine Gruppendiskussion.
4. Auswahlrunde
Psychotest
5. Auswahlrunde. Danach waren noch 12 von 100 Bewerbern übrig.
Und noch mal eine Gruppendiskussion.
6. Auswahlrunde
Die noch verbliebenen Teilnehmer wurden an einem der folgenden Tage zu einem Einzelinterview mit 2 Recruitment Officern eingeladen. Dieses dauert ca. 30 Minuten und dann heißt es ein bis zwei Wochen auf die Ergebnisse warten.
Das Ganze findet auf Englisch statt und dauerte bei mir von morgens um 9.00 bis abends um 20.00 Uhr. Dazwischen gab es eine kurze Mittagspause von ca. 40 Minuten.
Sehr nervenaufreibend, da man immer wieder warten muss, bis sich die Recruitment Officer nach den einzelnen Runden beraten haben und feststeht, wer weiterkommt und wer nicht.
Es stimmt einen aber schon ein bisschen auf die Ausbildung bei Emirates ein, die auch kein Zuckerschlecken ist. Dafür ist man umso glücklicher, wenn man das alles hinter sich hat und endlich mit dem Fliegen loslegen kann. Dubai ist spannend und das internationale Umfeld bei Emirates einzigartig. Ich habe meine Entscheidung zu Emirates zu gehen noch keine Sekunde bereut.
P.S. Mein AC ist schon 1,5 Jahre her. Evtl. gab es kl. Änderungen im Ablauf...
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Asalam aleikum aus Dubai!
Frisch erholt von meinem Urlaub versuche ich jetzt mal noch ein paar aktuelle Infos zu Emirates, meinem lieben Arbeitgeber, zu geben.
Thema Männer (um gleich mal mit dem Interessantesten zu beginnen)
NATÜRLICH stellt EK Männer ein - und nicht gerade wenig. Und, was das Beste daran ist (zumindest für die weiblichen Singles unter uns): nahezu alle sind straight. Es gibt sehr wenig Homosexuelle bei EK, was vielleicht daran liegt, dass Homosexualität in arabischen Ländern nicht toleriert wird.
Thema Sharia:
Die islamische Sharia ist Teil des Gesetzes und es gibt einige Dinge, die wir für normal erachten, die hier unter Strafe stehen:
Homosexualität, Schwanger sein ohne Heiratsschein, Sex ohne Heiratsschein, Fahren unter Einfluss von Alkohol (EGAL wie viel oder wenig) etc.
Aber wie sooft ist das, was vorgeschrieben wird und dass, was tatsächlich gelebt wird, ein bisschen anders. Nichtsdestotrotz liest man leider immer mal wieder von Fällen, wo westliche Frauen im Gefängnis landen, weil sie dummerweise ihr Kind in DXB zur Welt brachten, ohne verheiratet zu sein. Der Arzt ist verpflichtet, in diesem Fall die Polizei zu rufen und die Frau landet im Gefängnis. Auch sitzen einige Cabin Crew im Gefängnis wegen Drogenmissbrauch und Fahren unter Einfluss von Alkohol. Körperliche Züchtigung ist bei westlichen Ausländern Gott sei Dank kaum der Fall.
Außer im Monat Ramadan habe ich mich in Dubai noch nie eingeschränkt oder meiner westlichen Rechte beraubt gefühlt. Es gibt Alkohol, Männer, Nightclubs, ... Das Land ist so touristisch und daher so freizügig, wie ein arabisches Land nur sein kann, ohne seine Kultur zu verleugnen. Und wer die Vorteile von diesem Land genießen will, muss eben ein kleinwenig Respekt für die Sitten und Regeln dieses Landes aufbringen.
Thema HIV:
Stimmt, wer HIV positiv ist, wird des Landes verwiesen. Als Crew erhält man ein 3-Jahres Visum und muss bei der Ersterstellung und bei den Erneuerungen des Visums einen AIDS-Test machen.
Thema Ehe:
Emirates stellt keine verheirateten Frauen ein.
Heirat nach der Einstellung ist selbstverständlich möglich.
Thema Vergünstigungen:
Nur Eltern und Geschwister sowie Ehepartner genießen die Vorzüge von ID-Tickets. Wer männlich ist und einen männlichen Lebenspartner hat, schaut in die Röhre (und sagt am besten keinem was davon, da s.o.)
Thema Besuch von Nicht-EKlern in den Emiratesgebäuden:
Jeder Besucher muss sich bei der Security eintragen. Nicht EKler müssen in meinem Gebäude um 1.00 Uhr morgens nach Hause gehen. EKler dürfen bleiben solange sie wollen. Wer Besuch von seinen Freunden, Eltern etc. bekommt, füllt einfach ein Formular aus, lässt es von seinem Mitbewohner abzeichnen und von EK abstempeln und schon kann der Besuch einige Wochen in der Wohnung leben. Etwas bürokratisch aber nun gut...
Thema Wohnung mieten:
Wer nicht in EK-Wohnungen leben möchte, kann nach der Probezeit (6 Monat) umziehen.
Man erhält dann von EK einen Mietzuschuss, der zwar nicht gerade niedrig ist, aber bei den horrenden Mietpreisen in Dubai nicht ausreicht, um die Miete davon zu bezahlen.
Viele Crewmember tun sich mit anderen zusammen und mieten gemeinsam eine Villa oder - wer wirklich ganz für sich sein möchte - zieht ins Nachbaremirat Sharjah.
Dort sind sie allerdings wirklich konservativ und man verliert viele Rechte (Alkoholverbot in diesem Emirat, Mann und Frau die nicht verheiratet sind dürfen nicht einmal im gleichen Auto fahren...). Mietpreise sind allerdings ok und man wohnt gleich um die Ecke vom Flughafen.
Wer EK-Wohnungen verlässt, verliert allerdings das Privileg des kostenlosen Abholservices zur Arbeit und von der Arbeit.
Thema Vertragsverlängerung:
Ich habe bisher noch nicht gehört, dass Leute, die keinen Bockmist gebaut haben, nach drei Jahren auf der Strasse standen. Im Gegenteil: Wer verlängert, bekommt einen schönen Bonus.
Thema Verdienst:
Als Anfänger nennt Emirates 2000 Dollar als Gehalt. Bezieht sich auf 80 Flugstunden. Wer mehr fliegt, bekommt mehr. Plus Spesen. Ich versuche, monatlich 100 Stunden zu fliegen. Spesen liegen meist um die 400 Euro. Habe aber auch immer gute Pläne was sich natürlich ändern kann...
Thema Flugplan: Hier mal einer meiner letzten Flugpläne:
DXB - DUS - DXB (Layover DUS ca. 24 Std)
DXB - VIE - DXB (Layover VIE ca. 24 Std)
DXB - FRA - DXB (Layover FRA ca. 24 Std)
DXB - BKK - SYD - AKL - SYD - BKK - DXB (8 Tage-Trip. Layover jeweils 24 Std. SYD-AKL-SYD ist ein Shuttle)
DXB - KHI - DXB (Turnaround)
DXB - LGW - DXB (Layover ca. 24 Std)
9 freie Tage und 5 Rest-Tage
Thema Spesen:
MUC z.B. 87 Euro, ZRH 156 Franken, LGW 63 Pfund (immer für 24 Std.) Wenn die Lebenshaltungskosten niedrig sind (z.B. Bangladasch), sind die Spesen natürlich niedriger, aber immer so hoch, dass man am Ende trotz Essen, DVD-Käufen, Sightseeing noch etwas übrig hat.
Thema Ruhezeiten:
Minimumrest ist 11 Stunden. Ist mir aber im letzten Jahr nur einmal gerostert worden.
Thema Appartements:
2 oder 3 Schlafzimmer. Immer mit Ensuite Badezimmer und Toilette. Teilweise mit extra Gästezimmern. Jedes Gebäude hat ein Fitnessstudio und einen Pool. Bei uns gibt es auch noch eine Sauna.
Thema Tagestouren:
Es gibt inzwischen auch Touren mit 4 Legs z.B. DXB-BAH - DXB - MCT - DXB. 9:35 Duty für 4 Flugstunden. Ihr könnt euch vorstellen, wie beliebt diese Touren sind. Aber auch die lassen sich mit Kollegen tauschen (Keine Ahnung, warum jmd. so was freiwillig nimmt...)
Thema Purser:
Es gibt einen Purser an Board und 2 sog. Senior Flight Stewards, die die Chefs in der Eco und Biz sind. In der Eco macht der SFS die Galley, in der Biz und First gibt es einen Crew-Galley-Operator und die Chefs sind nur dazu da, um nach dem Rechten zu sehen und Kommentare zu geben.
Thema Crew Rest:
Neben dem 340-500 gibt es seit kurzem die B777-300 Ultra Long Range in unserer Flotte. Diese hat auch ein Crew Rest Compartment. Auf Flügen wie Perth (11 Std.) Nagoya (11 Std.) etc. werden Sitze in den letzten Reihen inzwischen fest für Crew Rest blockiert. Hier darf dann auch geschlafen werden. Ansonsten ist Schlafen während der Pause allerdings streng verboten...
Thema Unterbringung:
Ich war bisher nur ein einziges Mal in einem Airport Hotel. Auch hier hat sich anscheinend viel getan. Ob Sydney, Bangkok, Melbourne, Christchurch etc. die Hotels sind meist mitten in der Stadt.
Thema Native-Speaker:
Ich habe sehr, sehr, sehr viele Flüge in deutschsprachige Regionen (siehe Roster oben). Diesen Monat habe ich drei MUCs und ein HAM-JFK-HAM Flug. Es ist auch immer abhängig davon, was und wie man requested...
Thema Feedback-System:
Das nervt ein wenig. Hier gibt der Senior auf dem Flug seinen Senf zu fünf definierten Kategorien von Professional Awareness, Customer Service, Interaction with Colleagues... ab.
Wenn der Senior einen nicht leiden kann, ist es blöd. Der Bericht wird in die Online-Akte eingetragen, man kann ihn lesen und - falls nötig - Kommentare dazu schreiben. Erst wenn man den Bericht bestätigt wird er zum Manager übertragen.
Thema Layover:
Leider oft nur 24 Stunden, wobei es auch Flüge mit 2, 3 oder 4 Tagen Layover gibt (z.B. Seychellen mit 3 Tagen)
Thema Open Days:
Open Days sind offen für alle. Man muss/sollte sich nur online registrieren, die angegebenen Unterlagen mitbringen und sich auf einen langen Tag einstellen. Eine Einladung hierzu ist nicht erforderlich. Auf Open Days sind meist viele, die eine Einladung zum AC bekommen haben und einige, die einfach so hinkommen. Grund ist, dass in vielen Ländern sehr wenige ACs stattfinden und die ACler einfach zu den Open Days bestellt werden.
Infos zu den Terminen unter:
http://www.emiratesgroupcareers.com/index.asp?cid=EKGCREF_INT_NA_EKCOM_LINK_MENU_EN1
in der Menüleiste auf Cabin Crew Opportunities und dann auf 'Cabin Crew Open Days and Global Assessment Days' klicken.
Hoffe, ich konnte euch a bisserl helfen
Die Erlebnisse aus dem Alltag von Sharlene könnt Ihr hier nachlesen:
http://prepare4landing.blogspot.com/
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