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Bei schlechtem Wetter macht das Fliegen nur halb soviel Spaß.Katastrophentage


aus der Sicht eines X-beliebigen Flugbegleiters:


6:30 Uhr Briefing, mit zwei Stunden Verspätung aus TXL raus (wegen Nebel in FRA), KBP hin und her, statt HAM Layover (Flug wegen Flugdienstzeit-Überschreitung getrichen), Dead Head nach TXL, Landung um 22:40, nächster Tag Dead Head-Flug nach FRA ins Hotel, um dann am Samstag in die Tour wieder einzusteigen...

...und nun die soft Facts.
Jedesmal Full House, Fragen nach "Anschlussflügen", ich notiere mir Ihren Namen... - "Halten Sie die Maschine auf!", "Sie sind persönlich verantwortlich!", "Gehen Sie mir aus den Augen!" - das Übliche halt.
Bewundernswert die Bodenkollegin in Frankfurt: Allein fertigte sie in einer Seelenruhe die 2,5 Stunden verspätete Maschine A321 nach TXL ab; übelste Beschimpfungen ertrug sie mit einer stoischen Ruhe, lächelte freundlich, und ging ihrer Arbeit nach. TOLL!
Grenzdebil dagegen ein paar Gäste, nach dem Motto "Natur? Nebel? Mir doch egal, ich habe eine Paybackkarte, kümmern Sie sich um mich." Einschränkenderweise muß ich sagen, daß es diverse Gatechanges gegeben hat, die auf den Monitoren am Gate nicht angezeigt werden. Insbesondere am Ursprungsgate, ist das so ein Problem, eine kleine Hinweisecke im Monitor freizuhalten, um auf das neue Gate hinzuweisen? Mein Fernseher hat sogar Bild im Bild, warum nicht am Gate?

Der Rest ging an mir vorüber, Ohropax und "sprich- mich- nicht-an"-Gesicht aufgesetzt und geschlafen. Auf dem Flug hat sich übrigens noch eine Kollegin verletzt, keine Standbys mehr, Flug kurz vor Streichung (das hätte zu bürgerkriegsähnlichen Tumulten geführt), ging dann aber doch irgendwie...
Nach müde kommt blöd, und dann noch zwei Legs...
 

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