Gerade auf Reisen im Flugzeug, im Auto, im Zug oder Bus können die Beine nicht richtig (aus-)gestreckt werden, sie haben äußerst wenig Bewegungsfreiheit, die Gefahr einer Reisethrombose steigt daher.
Selbst Menschen, die ansonsten keine Stützstrumpfhose anziehen, sollten hier vorbeugen und sie bei einer Reise tragen. So sind in den letzten Jahren einige Fälle von dem so genannten "Touristen-Klassen-Syndrom" bekannt geworden. Gemeint ist damit eine Thrombose, zu der es besonders häufig in der engeren Touristenklasse kommt. Durch das Tragen von Stützstrumpfhosen wird insbesondere das Thromboserisiko bei der Reise vermindert. Sie verhindern auch, dass sich keine Ödeme bilden und das man keine "schwere Beine" bekommt.
Der Begriff "Reisestrumpfhose", der in vielen Veröffentlichungen genannt wird, ist allerdings nicht definiert. Geeignet sind gute Stützstrumpfhosen, und, wer auf "Nummer sicher" gehen möchte, sollte eine Kompressionsstrumpfhose der Stützklasse I tragen.
Da das Thromboserisiko auch noch bis rund fünf Tage nach Beendigung der Reise besteht, ist es zur wirksamen Vorbeugung notwendig, die Stützstrumpfhose mindestens noch bis zu diesem Zeitpunkt zu tragen.
Wenn bereits Beschwerden vorhanden oder wenn die Beine bereits geschädigt sind, reichen Stützstrumpfhosen nicht aus. Meist müssen dann Kompressionsstrumpfhosen durch einen (Fach-)Arzt) (Angiologe, Phlebologe) verordnet werden, der feststellen muss, welche Kompression ggf. notwendig ist. Kompressionsstrumpfhosen sind notwendig beispielsweise zur Therapie von Krampfadern, nach Venenentzündungen oder Thrombosen, bei chronischen Venenerkrankungen, nach Krampfaderoperationen oder -verödungen und bei Lymphabflussstörungen. Daneben werden u.U. auch andere medizinische Maßnahmen diskutiert.
Also zusammengefasst:
* Stützstrumpfhosen dienen ausschließlich der Vorbeugung (Prophylaxe),
* Kompressionsstrumpfhosen dagegen der Behandlung (Therapie) von bereits erkrankten Beinen!
Stützklassen
Stützstrumpfhosen unterscheiden sich durch eine geringere Druckstärke auf das Bein gegenüber Kompressionsstrumpfhosen und werden durch eine andere Strickweise hergestellt. Des weiteren sind verschiedene Stützklassen erhältlich, die eine unterschiedliche Blickdichte aufweisen können.
Es gibt keine festgelegten Richtlinien für Stützklassen. Vor einiger Zeit haben die Strumpfhersteller jedoch begonnen, drei "grobe" Stützklassen für Stützstrumpfhosen aufzustellen:
Stützklasse I mit ca. 6-8 mmHg *), ca. 40den Garngewicht,
Stützklasse II mit ca. 10-12 mmHg *), ca. 70den Garngewicht,
Stützklasse III mit ca. 16-18 mmHg *), ca. 140den Garngewicht.
(mmHg = Druck im Fesselbereich).
Zwar werden auch sog. Stützstrumpfhosen oder "Strumpfhosen mit stützender Wirkung" ab 20den Garngewicht angeboten, aber diese haben kaum Stützwirkung, Auch die Wirkung bei einer 40den Stützstrumpfhose ist äußerst bescheiden und kaum vorbeugend, so dass erst ab 70den Garngewicht von wirklicher Prophylaxe die Rede sein kann. Nur "dickere", weniger elastische Modelle bieten mit ihrem hohem Arbeitsdruck eine optimale Unterstützung und unterstützen in ausreichendem Maße die Wadenpumpe.
Zum Vergleich: Kompressionsstrumpfhosen haben einen Druck im Fesselbereich zwischen 20mmHg (Stützklasse I) und 60mmHg (Stützklasse IV).
Wie wirken Stützstrumpfhosen?
Stützstrumpfhosen üben einen genau dosierten, medizinisch wirksamen Druck auf das Bein aus. Der Druckverlauf ist anatomisch angepaßt, d.h. er ist im Fesselbereich am stärksten, also da, wo die Beine üblicherweise zuerst spür- und sichtbar anschwellen. Zum Oberschenkel hin nimmt der Druck der Stützstrumpfhose kontinuierlich ab, so daß der Blutrückfluß ideal gefördert wird. Die Stützstrumpfhose unterstützt also von außen gezielt die Beinvenen, so daß der Blutrückfluß zum Herzen wieder besser funktioniert.
In der Fachsprache wird das auch als "progressive Stützkraft" bezeichnet, d.h. die Stützkraft nimmt von unten nach oben kontinuierlich ab - jede Beinpartie erhält so die richtige, wirksame Stützkraft.
Die Abnahme der Stützwirkung wird durch die fein abgestufte Veränderung der Fadenspannung erreicht.
Und nur durch eine Stützstrumpfhose wird das "ganze" Bein gestützt. Wadenstrümpfe haben daher nicht die notwendige Wirkung wie eine Strumpfhose!
Männer in Stützstrumpfhosen
Obwohl viele Männer ebenfalls Probleme mit ihren Beinen haben, verzichten sie auf die notwendige Prophylaxe, weil sie sich zum Beispiel schämen, Stützstrumpfhosen zu tragen und weil sie mit diesem "Weiberkram" nicht in Verbindung gebracht werden wollen.
Bei schweren und müden Beinen, ohne dass bereits eine Venenerkrankung vorliegt, können gute Stützstrumpfhosen auch bei Männern schon eine Menge für das Wohlbefinden der Beine leisten. Mit ihnen sind die Beschwerden nach einem langen Tag deutlich geringer. Auch bei Männern sollte das Tragen von Stützstrumpfhosen bei Reisen obligatorisch sein. Es sollten aber wenigstens Modelle mit 70 den sein. Noch bessere Stützwirkung haben Modelle mit 140 den.
Da die Stützstrumpfhosen meist nach Damenkonfektionsgrößen verkauft werden, hilft folgende Regel: Herrenkonfektionsgröße minus 8 = Damengröße. Beispiel: Einem Mann mit Größe 52/54 passt in der Regel eine Stützstrumpfhose in der Größe 44/46. Manche Modelle fallen allerdings etwas klein aus. Dann ist die Größe 46/48 angebracht.
Und auch die Strumpfindustrie hat reagiert und Stützstrumpfhosen für den Mann konzipiert und auf den Markt gebracht, die teilweise auch als Unisex-Strumpfhosen für Männ- und Weiblein erhältlich sind. Wobei viele Damen-Stützstrumpfhosen durchaus auch für den Mann geeignet sind, zumal sie kostengünstiger als vergleichbare Herren-Modelle sind.
Zusammenfassung
Das Tragen von Stützstrumpfhosen sind ein probates Mittel der vorbeugenden Gesundheit. Dadurch kann sich die Trägerin und der Träger viel Ärger mit kranken Beinen ersparen und auch die Krankenkassen spürbar entlasten. Insoweit sollte es zur Selbstverständlichkeit werden, Stützstrumpfhosen zu tragen. Und nicht von ungefähr gibt es inzwischen daher auch Modelle für Männer.
Dauertest
Medizinisch getestet von der Charité Berlin und von 500 Mitarbeitern der Deutschen Lufthansa einem Dauertest unterzogen: KUNERT Stützstrumpfhosen. Das Resultat ist eindeutig: Das Tragen der Strümpfe führt zu einer spürbaren Entlastung der Beine, Schwellungen und Schweregefühle werden vermieden. Das Wohlbefinden steigt.
Der Test hat bewiesen, dass Stützstrumpfhosen die beste und einfachste Vorsorge gegen schwere, geschwollene Beine - sowohl bei langem Sitzen als auch bei langem Stehen, sind. Der perfekt abnehmende Druckverlauf erzeugt eine nachhaltige Entlastung und beugt Thrombosen vor.
Autor:Roberto Rossini
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