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Bericht über das Lufthansa Assessment Center Service Agent Operations MUC

Gestern hatte ich die EU für den Service Agent Operations in München und möchte euch hier eine Zusammenfassung geben, wie der Tag abgelaufen ist.

Insgesamt waren wir 10 Bewerber im Alter von Anfang 20 bis Anfang 40, drei Männer und sieben Frauen. Geleitet wurde die EU von zwei Dipl. Psychologinnen aus Frankfurt (PE/A), beide um die Anfang Dreißig.

Nach einer Vorstellung ihrerseits, einem Überblick über den Verlauf des Vormittags und wenige Infos über die Station München (Mitarbeiterzahl, Wachstumsaussichten), wurde direkt mit den Tests begonnen. Insgesamt war dieser Einstieg sehr kurz, weitere Infos gab es keine.

Zu den Tests:
1. Satzergänzungen: Eine Frage mit 4 Antwortmöglichkeiten (a-d).
„Eine Werbung ist eine besondere Form der...“
a) Kunst b) Überzeugung c) Meinungsforschung d) Propaganda
Es waren um die 12 Fragen und wir hatten ungefähr 5 Minuten Zeit, die uns aber vorher nicht mitgeteilt wurde, genau wie bei den anderen Tests.
2. Schätzen: Lösen mussten wir ca. 25 Aufgaben, der Schwierigkeitsgrad lag im mittleren Bereich, wir hatten nach meinem Gefühl ca. 10 Minuten.
Beide Tests waren aus einem Heft, die Antworten mussten wir auf einem separaten Zettel ankreuzen.
3. Zahlenreihen fortsetzen: Um die 20 Aufgaben, auch hier ca 10 Minuten Zeit, ev. etwas mehr.
4. Logische Muster ergänzen: Drei Reihen mit Mustern, die letzte Figur fehlt, 6 Antwortmöglichkeiten. Uns wurde ein neues Heft ausgeteilt mit 30 oder mehr Aufgaben, Zeit hatten wir mind. 15 Minuten. Die Muster empfand ich als überraschend schwer.
5. Konzentrationstest Rechnen:
3+6-2 Ergebnis merken
4-5+7 Ergebnis merken, dann entweder addieren oder subtrahieren. Ca 20 Minuten.
6. Englischtest : Wie schon so oft beschrieben ein doppelseiter Bogen mit multiple choise. Sehr ungewöhnliche Formulierungen und Vokabeln, abgefragt wurden vor allem Redewendungen und spezielle Ausdrücke, aber auch Grammatik. Kann euch keine Beispiele nennen außer dem berühmten „glimpse“, weil mir alles so fremd war. Kein Schulenglisch.

Nach den Tests kam eine Dame vom Fachbereich Operations, um die Stelle vorzustellen. Die Infos waren sehr knapp: Nach einem 2tägigen Kurs zum Arbeitsvorbereiter folgt learning on the job, ev. später (keine Zeitangabe, ein halbes Jahr??) Tätigkeit als Rampagent., aber nur vielleicht. Keine genaue Angabe, was wir als AV machen, sie nannte es Zuarbeiten für den Rampagenten (Briefing-Dokumente). Das wichtigste war ihr, dass wir uns über das Schichtsystem klar sind! Darüber und über andere Konditionen zum Thema Geld, soziale Leistungen, Uniform hat sie die längste Zeit (insgesamt knappe 20 Minuten incl. Rückfragen!) gesprochen. Dann der Schock: Termine für ein ev. Einstellungsdatum stehen nicht fest. „Nächstes Jahr, vielleicht April oder auch Februar...“

Pause

Nach 45 Minuten Pause mussten Zwei gehen, der Rest wurde in 2 Gruppen aufgeteilt und wir durften die bekannte Gruppendiskussion durchführen zum Thema „Respekt vor Status und Kultur“.
Danach folgten die Einzelgespräche.

Fragen waren unter anderem:
Was machen Sie zur Zeit?
Ist es nicht ein Rückschritt für Sie in diesen Job zu gehen? (als Akademiker)
Was waren schwierige Situationen in Ihrem letzten Job?
Welche Probleme hatten Sie?
Wie stellen Sie sich die neue Position vor?
Rollenspiel: Ein Kapitän beschwert sich bei mir über die Cleaner, die Psychologin übernahm die Rolle des Cleaners, ich sollte ‚Druck’ machen.
Dann switch over to english: Erzählen Sie etwas über sich. Vielleicht Stärken und Schwächen? Lieblingsland, Kultur in diesem Land. Was können Sie noch über sich sagen?
Ende.
Insgesamt empfand ich das Gespräch als eher unangenehm, die Freundlichkeit und das entspannte Verhalten der Psychologin, war verschwunden, ich musste mich regelrecht rechtfertigen, warum ich gerne genau die Stelle haben möchte und nicht in eine gehobene Position will. Dabei waren meine beruflichen Erfahrungen aus diesem Bereich. für sie ohne Bedeutung und es interessierte sie auch nicht, ‚warum gerade Lufthansa’ ein Ziel ist. Auffällig war, dass ihre Beschreibung zum Stellenprofil eine andere war als die der Dame aus dem Fachbereich. „Es gibt keine Rampagenten in München.“ „Sie bereiten keine Dokumente vor, die werden Ihnen vorgelegt“. (Was machen wir bloß dann??). Alles war sehr provokativ und eher negativ gefärbt, ihre Fragen teilweise sarkastisch gestellt, vielleicht war es ja ein Stressinterview!?
Schade fand ich nur, dass sie die Stelle so schlecht gemacht hat.

So, das wars.
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die so viele tolle Beiträge hier im Forum geschrieben haben! Und Allen, die gerade am Anfang ihres Weges in die Fliegerei stehen, wünsche ich viel Erfolg und viel viel Spaß!

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