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Das Vielflieger-ABC von flugbegleiter.net

So viele Triebwerke und nur zwei Flugzeuge - das gibt es nur bei BAe 146 / Avrojet.A
Abo-Onkel
Vielflieger, der seine Meilen vorrangig durch Abonnements von Tageszeitungen und Zeitschriften generiert. Erkennbar am hohen Altpapieraufkommen, das nicht den bekannten Interessen des A. entsprechende Lektüre enthält.

B
Buchungsklasse
Nur ein Buchstabe in den Flugdaten. Hat mit dem Service nichts zu tun, ist aber von entscheidender Bedeutung für die durch den Flug zu generierenden Meilen. Ungeplantes - wie z.B. Umbuchungen - läßt sich die Airline je nach Buchungsklasse mal mehr, mal weniger vergüten.

Business Class
Absprung aus der Economy Class geschafft, aber noch nicht in der First Class angekommen.

C
Crewlounge
Großes Forum (nicht nur) für Flugbegleiter und Vielflieger mit rund 6.500 registrierten Usern und 200.000 Beiträgen.

D
Dead-head Flug
Bezeichnet einen Flug, den ein Crewmitglied vor oder nach dem eigentlichen Dienst für den Weg zwischen Einsatzort und Homebase in Anspruch nimmt. Bei manchen Airlines auch als Proceeding bezeichnet.

Dienstplan
Plan, der dem Flugbegleiter sagt, mit welchen Passagieren er es an welchem Tag auf welcher Route zu tun bekommt.

E
Economy Class
Nimmt den meisten Platz im Flugzeug ein, bringt aber nicht zwangsläufig den meisten Umsatz.

ex-ATH-Ticket
Besondere Form des Flugtickets für einen Interkontinentalflug. Der Vielflieger begibt sich hierbei zunächst via Frankfurt oder München nach Athen, um umgehend bis kurzfristig den Rückflug anzutreten, um via Frankfurt oder München zum eigentlichen Ziel zu fliegen. Erstaunlicherweise kann man dabei sogar Geld sparen.

F
First Class
Selbsterklärend. Ein großes Problem bleibt unlösbar: Passagiere in der First Class kommen auch nicht schneller am Ziel an als diejenigen in der Business Class oder Economy Class.

Flugbegleiter
Angestellte/r einer Fluggesellschaft mit der eigentlichen Aufgabe, in Notfällen für die Sicherheit der Fluggäste zu sorgen. Serviert außerdem Essen und Getränke.

G
Gate
Ursprünglich als Treffpunkt für die Passagiere eines Fluges konzipiert. Heute sind vor dem Boarding keine Vielflieger mehr am G. anzutreffen, da sie in einer Lounge warten.

H
Hub
Zentrales Umsteigedrehkreuz für eine Fluggesellschaften, z.B. Frankfurt und München für Lufthansa, Amsterdam für KLM oder Zürich für SWISS.

I
Inflight Entertainment.
Soll für Passagiere die gefühlte Flugzeit verkürzen.

J
Jet-Lag (auch jetlag)
Beschwerden, Schlafprobleme oder Unwohlsein die durch die plötzliche Verschiebung von Tag-Nacht-Rhythmen entstehen.

K
Klatschen
Nach der Landung praktiziertes Ritual, mit dem Passagiere ihre Dankbarkeit und Freude darüber zum Ausdruck bringen, unbeschadet von A nach B transportiert worden zu sein. Der Vielflieger beteiligt sich daran nicht, weil er noch überlegt, ob es nicht doch etwas zum Beschweren gibt und außerdem gedanklich bereits für die von ihm frequentierten Vielfliegerforen seine Postings über diesen Flug formuliert.

L
Lounge
Von Fluggesellschaften vorgehaltene Räume für Vielflieger. Voraussetzung für den Zutritt ist in der Regel entweder ein Status oder ein Ticket für die Business Class. Um die durch den jeweiligen Status bedingte Hierarchie zu unterstreichen, gibt es häufig mehrere Lounges mit verschiedener Ausstattung.

M
Meilenprogramm
Kundenbindungsprogramm einer Fluggesellschaft für ihre Vielflieger. Zum Erwerb von Meilen ist es nicht mehr zwingend erforderlich, auch Flüge beim jeweiligen Anbieter zu absolvieren. Zum Ausgeben eigentlich auch nicht.

Mileage Run
Das Ziel des M. besteht darin, innerhalb kurzer Zeit möglichst viele Meilen zu sammeln. Daher besteht ein innereuropäischer M. häufig in einem Flug aus dem Land A über das Land B ins das Land C und zurück. So werden mehr Meilen generiert als bei einem Flug über eine Umsteigeverbindung innerhalb des Landes A in das Land C. Wenn man den M. mit einer Fluggesellschaft aus dem Land B durchführt, ist es theoretisch möglich, alle vier Teilstrecken mit derselben Crew zu fliegen.


N
NTSB - National Transportation Safetey Board
Die amerikanische Luftaufsichtsbehörde.

O
Overhead compartment / bin
Über dem Kopf der Passagiere angebrachte Vorrichtung zum sicheren Verstauen des Handgepäcks. Es gilt folgende Grundregel: Kommt man früh an Bord, passt das Gepäckstück nicht hinein, kommt man spät an Bord, sind die overhead bins komplett belegt.

P
Pilot
Angestellte/r einer Fluggesellschaft mit der Aufgabe, ein Flugzeug von A nach B zu bringen. Obwohl Verkehrsflugzeuge von zwei Piloten bedient werden, hat sich sprachlich in der Presse, namentlich nach Zwischenfällen, die Verwendung des Wortes P. im Plural noch nicht durchgesetzt.

Purser
Angestellte/r einer Fluggesellschaft mit der Aufgabe, die Flugbegleiter bei der Erfüllung ihrer Aufgaben anzuleiten und zu überwachen.

Q
Queue (engl. für Warteschlange)
Ein bei jeder Form von Reisen häufig auftretendes Phänomen, besonders bei Flugreisen jedoch weit verbreitet. Ist eigentlich überall möglich: Beim Check-In, bei der Sicherheitskontrolle, beim Gate, im Flugzeuggang, nach der Landung bei der Einreise.

R
RTW-Ticket
Hat nichts mit Rettungswagen zu tun, sondern ist die Abkürzung für Round-the-World-Ticket. Die Königsdiziplin des Vielfliegens.

Runway
engl. für Startbahn.

S
Service
Früher verstand man hierunter die Versorgung des Fluggasts mit Essen, Getränken, Decken, Kissen und sonstigen Annehmlichkeiten. Mittlerweile sind die meisten Passagiere dankbar, wenn sie von den Flugbegleitern noch ein Glas Wasser bekommen.

Status
Hierarchie der Vielflieger innerhalb eines Meilenprogramms. Gegliedert durch Bezeichnungen, die entweder Ruhm und Reichtum widerspiegelnde Namen von Edelmetallen erhalten (Silver, Gold, Platin, Diamond) oder Einfluß und Macht ausstrahlende Tätigkeitsbezeichnungen (Senator).

T
Tomatensaft
Populäres Getränk an Bord. Wichtig: Pur getrunken ist er deutlich gesünder als in der Form "Bloody Mary".

Transfer
Umsteigen zwischen zwei Flügen. Häufig an einem Hub.

U
Upgrade
Wer als Passagier ein Upgrade bekommt, reist ohne den Aufschlag zu zahlen in einer höheren Buchungsklasse. Upgrades können auch gegen Bezahlung oder Meilen erworben werden.

V
Vielflieger
Tritt entweder in der Form des Abo-Onkels oder als "richtiger" Vielflieger auf. Letzterer verbringt annähernd soviel Zeit in der Luft wie die Besatzung.

W
Warteliste
Liste, die darüber entscheidet, wer die freien Sitze an Bord eines Flugzeugs bekommt. Zumeist geordnet nach Seniorität oder Status.

X
X-ray machine
Die Maschine, die das Gepäck durchleuchtet und hilft, nicht erlaubte Gegenstände aufzufinden.

Y
Y/CL
Abkürzung für Economy Class.

Z
Zwischenfall
Dehnbarer Begriff für ein vom normalen Ablauf während des Fluges abweichendes Ereignis.